Was ist das Wichtigste im Leben?

Das Jahr 2017 geht zu Ende. Zeit, um ein Thema aufzugreifen, welches menschlich ist und zu gleich traurig macht.

Was kann wichtiger sein, als das eigene Leben und das, was damit direkt zu tun hat. Nämlich der Mensch selbst.

Wie Ihr wisst, bin ich Heilpraktiker und mache so zu sagen Erfahrung aus erster Hand. Es kommen Menschen zu mir, die Hilfe wollen, weil sie die Hilfe benötigen. Einige kommen wegen psychosomatischen Erkrankungen und Beschwerden, andere wegen ihrer Lebenssituation und auch wegen Stress, mit dem sie nicht mehr zurecht kommen.

Soweit so klar – eigentlich.

Wenn es da nicht ein Phänomen geben würde, wäre auch alles klar. Ich würde das Phänomen nun nicht als Gleichgültigkeit seiner selbst gegenüber bezeichnen. Denn das sind die Menschen eigentlich nicht. Es ist eher eine unbewusste Verdrängung seiner selbst. Etwas das verhindert, auch zu dem Zeitpunkt der Hilfesuche, sich selber nicht so wichtig zu nehmen.

Zu diesem Thema habe ich in diesem Jahr einiges erlebt und möchte nun zum Jahresabschluss Euch daran teilhaben lassen, wenn Ihr wollt.

Die unbewusste Verhinderung:

Patienten vereinbaren einen Termin, weil sie Hilfe wollen, aber nehmen diesen Termin nicht wahr, oft mit der Begründung, sie hätten keine Zeit bzw., dass andere Dinge wichtiger sind.

Neulich rief mich Herr B. in der Praxis an. Er hat ein Termin gemacht, weil er seit längerem unter Verdauungsprobleme und Psoriasis leidet und bisher trotz ärztlicher Behandlung keine Besserung eintrat. Der Termin wurde für den nächsten Tag vereinbart, worauf er sich freute. Was soll ich sagen, er kam nicht zu seinem Termin und nach einem kurzen Anruf stellte sich heraus, dass er diesen Termin vergessen hatte, aber auch keinen neuen Termin machen wollte, weil er derzeit so viel zu tun hätte.

Nun geht es mir nicht um die entgangenen Einnahmen oder darum, ob tatsächlich was wichtiges anstand. Viel mehr geht es um das angesprochene Phänomen und um die Frage, was für einen wichtiger ist und was für Prioritäten der Mensch setzt.

Im Prinzip ist und bleibt das Verhalten in so einer Situation immer gleich. Etwas, was für einen wichtig ist, tritt dann auf einmal in den Hintergrund, wenn scheinbar wichtigeres kommt, als die eigene Gesundheit, unter der man seit langer Zeit leidet.

Das könnten Verpflichtungen, Erwartungen oder Anforderungen sein mit dem Druck, diese erfüllen zu müssen. Eben genau diese Art von Wichtigkeiten, die vielleicht dazu geführt haben, dass ein Mensch letzten Endes krank werden musste. Und krankgeschrieben war Hr. B. schon.

Es gibt noch einige andere Beispiele, die immer die gleichen Aussagen haben: „Ich kann nicht.“

Wie wichtig nimmt der Mensch sich selbst?
Und was tut er wirklich dafür?

Ja ok. Jetzt im neuen Jahr wird wieder, wie jedes Jahr, ein Fitnessprogramm aufgestellt, damit das schlechte Gewissen wegtrainiert wird, weil man sich über die Feiertage hat gehen lassen. Da tut man ja was für sich. Auch die Werbebranche hakt genau da ein, weil sie weiß, wie Menschen ticken.

Fitness, Bewegung und Sport sind sicher gesund, keine Frage. Aber was will man damit bezwecken? Etwa aus schlechtem Gewissen? Weil man vielleicht sexy aussehen möchte? Oder braucht man die Bestätigung?

Was ist dem Menschen wirklich wichtig?

Warum soll die äußere Schale so wichtig sein, wenn man eigentlich doch an die Frucht im Inneren heran möchte?

Warum ist der Körper eines Menschen so wichtig, wenn es eigentlich um die inneren Werte geht? Jedenfalls sagen das die meisten Leute, oder?

Warum lenkt der Mensch sich von äußeren Dingen ab und setzt so viel Energie dafür ein, wenn es in ihm nicht gut geht?

Das soll jetzt keine Verallgemeinerung sein. Es gibt schon Menschen, die sich selbst nahe stehen und auch reflektieren. Ich möchte einfach nur die Besinnlichkeit anregen, um nur ein bisschen die Besinnungslosigkeit bloßzustellen. Erst dann, wenn man seiner selbst bewusster wird, hat der Mensch eine Chance auf eine bewusste Entscheidung und ein bewusstes Leben.

Viele Menschen stecken in einem Dilemma, für was sie sich entscheiden sollen.

Die Antwort findet jeder in sich selbst und eigentlich ist die Entscheidung schon lange gefallen. Man braucht nur ein bisschen Selbstvertrauen, um es zu verstehen.

Denn, wenn ein Mensch krank wird und es ihm nicht gut geht, dann fühlt er sich innerlich nicht gut. Taucht dann aber die Frage auf, was zuerst da war. Das Huhn oder das Ei?

In diesem Sinne, wünsche ich allen einen guten Rutsch ins Jahr 2018 und dass Euch allen bewusst ist, wonach Ihr strebt.

Euer Dion Stolzenburg

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